Tanzhaus Berlin Mitte
Das Tanzhaus Berlin Mitte habe ich 2015 entdeckt. Ich dachte, das Angebot von Franziska Bender gehöre zu Tanzfähig, das war aber gar nicht der Fall.Wir haben uns also getroffen und festgestellt, dass wir gerne zusammenarbeiten wollen. Letztendlich habe ich dann fünf Jahre lang Solotanz im Tanztheater bei ihr gemacht.
Das ist auch eine sehr improvisierende zeitgenössische Tanzform und ich habe das sehr gerne gemacht.
In diesen Jahren habe ich tänzerisch große Fortschritte machen können und ab einem bestimmten Zeitpunkt auch das Gefühl gehabt, in meinem Körper heimsich zu sein. Ich glaube, das war der Moment, wo Franziska angefangen hat, richtig begeistert von meinem Tanz zu sein. Wir haben ganz viel ausprobiert, mit und ohne Materialien, mit und ohne Musik, mit Körperperkussion und Geschichten mit dem Körper erzählt.
All das möchte ich auch in meinem weiteren Tanz mehr etablieren und mehr ausprobieren.
Ich merke aber auch, dass es für mich wichtig ist, meinen eigenen Stil zu entwickeln und mehr für mich zu tanzen. Das konnte ich ganz am Schlus sin dem Tanzsaal, wo wir geübt haben, auch ausprobieren, weil ich vor unseren Stunden einige Zeit für mich hatte. Das war sehr schön.
Als Corona ausbrach, haben wir eine Weile mit Fernunterricht über Zoom weitergemacht, aber in meiner kleinen Wohnung ist nicht so richtig Platz, so dass ich allmählich den Spaß daran etwas verloren habe. Irgendwann habe ich den Kurs dann abgebrochen, weil für mich der Sinn etwas verloren gegangen ist. Aber das lag nicht am Tanz oder Unterricht an sich, sondern eher an mir und an meinen inneren Veränderungen bzw. an dem Mangel an Platz hier.
Das ist schon interessant, weil es den Tanz sehr konzentriert und die Bewegungen verändert. Sie werden vorsichtiger, verknappter und auf einen zentralen Ort fixiert. Das hat schon seinen Reiz.
Aber da ich es gewohnt bin, auf weiten Flächen herumzuwirbeln, was hier absolut nicht möglich ist, limitiert es eben auch die Chancen, mich richtig intensiv auszudrücken.
Es ist wesentlich besser als nichst, hat mir die Freude am Tanz aber zwischenzeitlich etwas verleidet. Obwohl ich es trotzdme immer noch liebe, mich kreativ zu bewegen und Anregungen von Lehrenden eigenständig umzusetzen.
Das war es, was mir auch bei Franziska am meisten gefallen hat und ich bin nach wie vor sehr dankbar für das, was ich bei ihr lernen durfte.
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