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Tanzfähig

Tanzfähig habe ich ungefähr Anfang 2015 gefunden. Das ist eine inklusive Tanzgruppe in den Uferstudios, geleitet von Bernhard Richarz, einem Tänzer, der außerdem Psychotherapeut ist, ich weiß nicht, in welcher Richtung genau.
Er hat das toll gemacht und uns dazu gebracht, mit einer einfachen Wahrnehmugnsübung im Raum anzukommen, nachdem es eine kurze Beggrüßungsrunde gab, wo jede*r sagen konnte, wie es gerade geht und was wir uns für die Gruppe wünschen.
Auch ich wurde ohne weiteres akzeptiert, Bernhard wollte mich aber erst mal abseits der Gruppe alleine kennenlernen, um zu überlegen, wie er mich gut einbinden konnte.
Ich habe ganz normal mitgetanzt, mit dem Unterschied, dass die andern etwas auf mcih achten mussten, damit es keine Zusammenstöße gab und ich nicht an die Wand tanze. Das hat prima geklappt. Die anleitende Person hat sich außerdem dicht neben mich gestellt oder das Funkmikro, das ich damals noch benutzt habe, wurde rumgegeben.
Wir haben viel frei improvisiert, Partnertanz oder Gruppentanz ausprobiert. Eine Weile hatten wir auch improvisierte Livemusik mit einer Melodika, das war besonders schön oder wir haben mit Körpern und Stimme improvisiert, Körperperkussion, Geräusche und Klänge erzeugt. Auch das fand ich sehr schön.
Besonders intensiv habe ich den gemeinsamen Tanz über Berührungen erlebt, der noch einmal intensiviert wurde, als wir einen Workshop im Dunkeln veranstaltet haben.
Benrhard hat auch imemr wieder externe Lehrer*innen eingeladen, u.a Zwoisy Mears-Clarke. Bei dieser Person habe ich den intensiven Tanz über die Hände beobachten bzw. fühlen dürfen und dabei enorm viel gelernt, es war aber auch eine besonders schöne, intensive Erfahrung, im Dunkeln mit den anderen zu tanzen, da wir alle auf Berührungen angewiesen waren, nicht nur ich.


Bildbeschreibung: Das Foto ist ein Schwarz-Weiß-Foto. Zu sehen sind Katrin Dinges im Halbprofil von vorne sowie eine weitere Tänzerin. Katrin hat eine kurzhaarfriseur und trägt einen kugelförmigen dunklen Ohrstecker. Katrins Augen sind geschlossen. Sie lächelt und hält den Kopf leicht gesenkt. Ihr gegenüber steht die andere Tänzerin. Wir sehen sie von hinten. Sie könnte die Augen geschlossen halten, ganz genau können wir das nicht erkennen, weil zwei Haarsträhnen das Auge verdecken.
Die Atmosphäre ist sehr ruhig, vertraut.
Das Foto wurde von Karsten Hein gemacht.

Leider verlief sich die Gruppe irgendwann etwas und ich hatte auch nicht mehr so viel Zeit. Vielleicht ergibt sich das noch mal etwas mehr.
Das wäre schön, denn die Gruppe war zwar eher semiprofessionell, aber trotzdem eine tolle, sehr harmonische Erfahrung. Besonders spannend war für mich auch der gemeinsame Tanz mit Rollstuhlnutzer*innen, da das für mich als Fußgängerin eine andere Art Tanz als sonst erfordert, da ich mich nicht nur auf die körperlichen Voraussetzungen der Mittanzenden einstellen, sondern auch den Rollstuhl in meinen Bewegungen berücksichtigen bzw. mitnutzen möchte.
Ich habe das als Bereicherung erlebt und würde es sehr genr wieder machen. Aber auch der wilde, unbändige Tanz mit anderen Leuten zu Fuß war wunderschön. teilweise wurden wir richtig übermütig und haben sehr schnell und hemmungslos vor Freude getanzt. In diesem Zusammenhang habe ich auch Steffi Wiens kennengelernt
Mehr zu ‹Platz da!› und Steffi Wiens kannst du unter dem Punkt Kunst- und Kulturvermitlung lesen

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