Kraftrundbrief vom 12. Dezember 2022
Liebe Leute,den Newsletter unten hättet ihr eigentlich schon Ende Oktober lesen sollen. Ich gebs zu, ich hab euch sträflich vernachlässigt. Verzeiht. Deshalb kriegt ihr jetzt zur Entschädigung einen spannenden Doppelnewsletter für Oktober und Dezember. Der vom Dezember fällt aber hoffentlich eher kurz und knackig aus.
Ich möchte mich ein bisschen besser motivieren, diesen Newsletter zu schreiben. Dafür habe ich ein paar neue Ideen entwickelt.
Bei mir tut sich grad so viel, dass ich mit dem Berichten kaum nachkomme. Deshalb nur so viel: Es ist bunt und turbulent und ich bin noch nicht mal dazu gekommen, mein Zimmer winterlich zu schmücken. Irgendwie habe ich dazu dieses Jahr auch absolut keine Lust. Ich möchte es viel lieber für das ganze Jahr schmücken, so dass man alles hängen lassen kann und nicht dauernd am Ab- und wieder Aufhängen ist. Bei mir dauert das nämlich so lange, dass es eigentlich schon gar nicht mehr zu der Jahreszeit passt, für die es ursprünglich gedacht ist oder halt schon die nächste da ist. Aber vielleicht hänge ich doch noch ein paar Schneeflocken in meinen grünen Pflanzen auf. Die beiden Möglichkeiten, wo ich Schnee diesen Winter in Berlin schon hätte erleben können, habe ich leider prompt verpasst. Das eine Mal war ich schlicht zu k.o. zum Rausgehen und hab mich voll über mich selbst geärgert, weil ich gespürt habe, dass ich es trotzdem hätte machen sollen und das andere Mal war es so glatt, dass sich niemand mit mir rausgetraut hat. Pech aber auch. Na ja, vielleicht kommt das ja noch die nächsten Tage. Eiskalt ist es immerhin, Minusgrade tagsüber. Wenn man die Nase aus der Tür steckt, kriegt sie gleich Komplexe. Habe gestern auf einem Spaziergang meine neue Schneehose eingeweiht. Mit gings, ohne wärs mir zu kalt gewesen. Ich kann mich nur nicht so richtig darin bewegen. Na ja, egal. War trotzdem schön. Ich hoffe, ihr habt es alle warm, da, wo ihr seid. Zumindest im Herzen.
Damit ihr ein bisschen gegen die Winter-Langeweile anknobeln könnt, kommt hier mein erster Vorschlag für Erneuerung und Belebung des Newsletters:
Kennt ihr SudaWo? SudaWo ist ein Spiel und die Abkürzung steht für Such das Wort. Und genau darum gehts: Ein Wort mit 9 Buchstaben wird gesucht. Natürlich nicht irgendeins, sondern ein bestimmtes, das in diesem Fall ich mir ausgedacht habe. Die Sache wird schwieriger dadurch, dass die Buchstaben - vom Wintersturm oder der wilden Jagd - kunterbunt durcheinander gewirbelt worden sind. Das Ganze in Kästchen mit drei mal drei Buchstaben. Damit es nicht ganz so krass schwierig ist, gibt es einen Anhaltspunkt, einen Tipp, in welcher Richtung ihr suchen könnt. Dieses erste Mal natürlich schön winterlich. Und zwar so:
l a r
b t p
f a e
Wer mitraten will, stellt sich etwas Winterliches vor. Es ist rund und ich glaub auch rot und heiß und duftet winterlich zimtig und kommt auch aus etwas Warmem herausgehüpft. Hoffentlich nicht direkt da hin, wo man sich ein Sprechorgan versengen kann. Lieber etwas später, wenn es schön warm geworden ist. Was is(s)t das?
Und ist diese Darstellung für die Screenreadernutzer*innen verständlich? Und auch für die Sehenden? Ich kenne diese Variante aus einer Braille-Bibliothek. Aber das Wort ist meine Idee. Wer am schnellsten die Lösung findet, hat bei mir einen Wunsch frei. Wie bei der Winterfee. Natürlich auch die, die später dran sind, die Lösung aber ebenfalls gefunden haben. Woraus ihr wählen könnt, erfahrt ihr, wenn ihr mir die korrekte Lösung geschickt habt. Ich löse es im nächsten Newsletter auf.
Also dann, frohes Knobeln.
Die zweite Idee ist, dass wir uns gegenseitig erzählen, was uns dieses Jahr begeistert, gefreut oder inspiriert hat. Ich kann ja schlecht alles selbst finden.
43 Köpfe denken besser als einer alleine.
So viele sind wir nämlich mit mir jetzt im Newsletter.
Ich mache diese Übung sehr gerne um den Jahreswechsel rum.
Einmal überlege ich mir, was am vergangenen Jahr schön war.
Und dann stelle ich mir die Frage, worauf ich mich im nächsten Jahr besonders freue.
Beides werde ich sehr gern mit euch teilen.
Aber ich wünsche mir auch, zu erfahren, wie das bei euch so läuft:
Was könntet ihr feiern?
Was wird spannend?
Was wünscht ihr euch Neues?
Was wollt ihr gern wiederholen?
Und was würde euch inspirieren, wenn es hier im Newsletter Thema werden würde?
Ich hab wie gesagt noch viele Ideen für uns, will aber auch eure wissen und von meinen jetzt noch nicht zu viel verraten.
Davon erfahrt ihr mehr, wenn ihr mir auch was von euch erzählt habt.
Aber so viel kann ich schon sagen:
Es wird ein funkelndes Feuerwerk!
Aber virtuell, in der Fantasie und inklusiv.
Hier noch eine kleine Idee:
Was haltet ihr von einem Newsletter-Julclub?
Also eigentlich zwei: so einem, wie man ihn sonst kennt, mit Geschenken, die verschickt werden. Das können wir sehr gern auch machen. Alle, die mitmachen wollen, müssten mir dafür ihre Adresse geben und ich würde die Paare dann auslosen und Tipps für kleine Überraschungen geben. Manche von euch kenne ich persönlich, andere nur per Mail. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn ihr jeweils kurz ein paar Ideen schreibt, worüber ihr euch freuen würdet, damit wir einen Anhaltspunkt haben.
Aber wir könnten auch einen Online-Julclub machen - und zwar so: Jede Person gibt etwas in den Julclub, was man digital verschicken kann: Ein Foto, einen Text, einen Link, ein Zitat, ein Bild, ein Video, einen Musiktrack o.ä. Es wäre toll, wenn wirklich alle mitmachen, denn dann wird es umso schöner und vielfältiger. Ich würde die Ideen bis zum 24.12. sammeln und dann an jedem Abend der Raunächte ein paar hier posten. Wenn ihr wissen wollt, was die Raunächte genau sind oder euch hier ein Raunächte Ritual wünscht, dann schreibt mir einfach. Ganz kurz als Mini-Input: Die Raunächte sind das, was viele als "Zeit zwischen den Jahren" bezeichnen. Es gibt unterschiedliche Auffassungen, wann sie beginnen. Ich mag die Variante, die am 21. Dezember mit dem Tag/Abend/der Nacht der Wintersonnenwende startet. Das Datum ist aber nicht jedes Jahr exakt gleich, weil die kürzeste Nacht auch mal am 20. oder 22. Dezemer stattfindet. Deshalb finden es manche einfacher, mit dem 24. Dezember zu starten. Es geht auf jeden Fall jeweils 13 Nächte bis zum 3. oder 6. Januar. Ich finde, man kann das ruhig erweitern und vom 21.12.-06.01. gestalten. Es gibt auch schon vorher besondere Tage, z.B. den Barbaratag am 4., den Beginn der Sperr- und Dunkelnächte am 8. oder den Luzl-Tag, ein Lichtfest, am 13. Dezember. Ich hoffe, ich schaffe es, zumindest am 13. etwas hier zu posten, denn ich finde diesen Brauch unendlich schön. Es geht darum, ein Licht anzuzünden und es weiterzugeben und z.T. buchstäblich die Saat für das künftige Jahr zu säen. Ich möchte gern erzählen, was ich an dem Tag mache und worum es genauer geht. Aber versprechen tu ich nichts. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch einfach so eine Kerze anzünden oder das Licht weitergeben oder mit Freunden ein Lichtritual machen und ganz besonders schön finde ich auch die Idee, Samen in ein feuchtes Tuch zu stecken oder darauf zu legen und keimen zu lassen. Aber das erkläre ich euch dann hoffentlich morgen genauer. Wenn es bei mir geklappt hat.
So, jetzt wünsche ich euch erst mal eine schöne Winterzeit und freue mich, wenn ihr mir erzählt, wie die letzten Wochen so für euch waren, was ihr zum Jahreswechsel plant, ob es bei euch auch schon geschneit hat und wie ihr euch das neue Jahr so vorstellt, herbeiwünscht und am liebsten manifestieren würdet, wenn es ganz toll werden sollte. Also, ihr dürft ruhig eure Träume erzählen. Was wünscht ihr euch für 2023? Für euch selbst, die tollsten Menschen an eurer Seite, für uns hier im Newsletter und überhaupt und sowieso?
Alles Gute für euch und hoffentlich bis bald,
Katrin
PS: Verzeiht die vielen Tippfehler, die bestimmt trotz Gegenlesen noch drin sind. Ich hoffe, es ist trotzdem gut zu lesen und verständlich. Aber damit ihr nicht noch länger warten müsst und es dieses Jahr überhaupt noch mal einen Newsletter gibt, schicke ich ihn lieber jetzt so unvollkommen ab, wie er ist.
PPS: Wie gesagt kommt als nächstes unter der Punktreihe noch der Newsletter vom Oktober.
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Kraftrundbrief Oktober 2022
Liebe Leute,
jetzt komm ich endlich dazu, euch zu berichten, was die letzten Wochen so alles passiert ist. Das ist so viel, dass ich kaum mit dem Registrieren nachkomme und es wird immer turbulenter. Echt eine stürmische Zeit.
Ich habe am Donnerstag einen tollen Workshop zu Land Art gegeben. Das ist Englisch für Landkusnt und bedeutet, dass man mit Materialien aus der Natur Kunst in der Natur macht. Also, ganz so, wie ich es kenne, haben wir es aus Zeitgründen nicht gemacht. Eigentlich sammelt man zusammen und setzt dann zusammen das, was gesammelt wurde, in Kunst um. Aber dieses Mal wurde schon vorher gesammelt und es war auch nicht einfach Kunst machen, sondern wir haben uns mit dem Thema Zukunft der Schule beschäftigt. Es waren Kinder so zwischen 6 und 9 aus einer Grundschule und die hatten jetzt eine Ferienbetreuung, wo ein neues Schulgründugnskonzept erprobt wurde. Am Nachmittag davor gab es schon mal einen Workshop zu Schule neu denken. Daran haben wir angeknüpft und das, was dabei herauskam als Ergebnisbilder, war echt toll:
Eine Strandschule, eine Wiesenschule unter den Wolken, und zwei relativ ähnliche Schulen mit Kletterberg, Rutsche und Schulhöhle. Einzelne Bilder hatten sogar Duft. Und ich habe große Lust, das öfter zu machen oder sogar auszubauen. Ich möchte das als Angebot auf meine Website stellen. Gerade im Frühling kann ich mir so was toll vorstellen, aber es würde bestimmt zu jeder Jahreszeit gut funktionieren.
Außerdem lege ich seit kurzem Tarot mit einer Freundin. So was habe ich auch schon früher mit verschiedenen Kartendecks gemacht und es ist enorm, was da an Themen und Impulsen auf mich zu kommt. Ich habe endlich den Mut, diese Beziehung zu ihr und auch die Liebe, die sich darin zeigt, anzunehmen. Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand so sehr an meiner Seite steht und sich so enorm für mich einsetzt. Aber ich musste mich auch weiterentwickeln in den letzten Jahren, um das überhaupt würdigen und annehmen zu können. Das bereichert mein Leben gerade sehr. Aber die Themen, die ich da in mir erkenne, sind schon heftig, emotional und in ihrer Komplexität. Das kann und mag ich hier jetzt nicht alles erzählen, aber im Prinzip war das schon angelegt in mir, nur habe ich es nicht so klar wahrnehmen können. Da sind diese Bilder schon hilfreich. Allein die Intensität der Symbolik, die mir auch mein Wissen auf diesem Gebiet zeigt, ist schon enorm beeindruckend.
Ich lebe irgendwie viel intensiver gerade und traue mich auch mehr. Letztes Wochenende war ich mit meinen Eltern auf einem spannenden Konzert in einer Riesenhalle, etwas, das ich sonst echt nicht machen würde. Nicht bloß wegen Corona, auch, weil mir das einfach zu viel ist. Aber es war echt schön und ich bin trotz allem froh, dass wir es gemacht haben.
Am Abend davor hat sich unsere innere Platz da! Gruppe das erste Mal seit ich weiß nicht mehr wann live getroffen, also in Person bzw. hybrid, denn zwei waren via Zoom zugeschaltet. Das war spannend und auch anstrengend, v.a. sehr kalt trotz Extraklamotten, aber auch da bin ich froh, dass ich hingegangen bin, obwohl es richtig anstrengend war direkt nach der Dialyse und ohne richtige Pause.
Immerhin konnte ich was futtern und kurz Ruhe haben. Die Themen und Projekte, die jetzt anstehen oder neu dazu kommen, sind wirklich klasse und z.T. wie für mich gemacht. Da freue ich mich riesig drauf. Auch sonst expandiert meine Freiberuflichkeit grade enorm und ich komme kaum hinterher, weil es so viel ist und jeden Tag was neues Spannendes passiert.
Zum Beispiel hab ich in letzter Zeit mehrere Leute kennengelernt, die was ähnliches studiert haben wie ich. Das ist echt schön. Eine macht auch bei Platz da! mit, eine kommt über das Mindscapes Projekt, da geht es um mentale Gesundheit und die Frauen sind auch echt große Klasse. Zu Interviews und Bigorafien sammeln sowie zu Literatur haben wir jetzt auch mehrere Anfragen und vom Mindscapes Projekt läuft eine Ausstellung im Martin Gropius Bau. Außerdem habe ich eine tolle Beratung von Performance Arts Programm bekommen und ich denke, da werde ich auch noch weitere Möglichkeiten ausloten, z.B. für Förderungen oder Raumfindung zum Tanzen, aber auch einfach zur weiteren Vernetzung.
Bin sehr gespannt, was dabei herauskommt. Außerdem hab ich mich auch bei mehreren Projekten noch nicht zurück gemeldet, was ich dringend mal machen sollte, denn da gibts auch spannende Perspektiven.
Echt toll, was grade so alles auf mich zu kommt. Die Leute vom Schulgründugnsprojekt Marille haben mir am Donenrstag bewiesen, wie sehr sie mich in ihrem Projekt dabei haben wollen, wie viel sie bereit sind, auch zu übernehmen, wie einfach es sein kann, etwas mit ihnen zu gestalten und wie viele Gedanken sie sich selbst schon gemacht haben.
Ich bin wirklichs ehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt.
Ich war viel draußen in letzter Zeit, nicht so viel, wie ich wollte, aber doch immer wieder und es ist so schönes tolles Herbstwetter gerade hier. Ganz mild und sonnig, manchmal auch bisschen stürmisch, also eigentlich genau meine Jahreszeit.
Ich mag den Frühling auch sehr, eigentlich hat jede Jahreszeit etwas für sich, aber der Herbst ist schon auch was Wunderschönes. Ich mag es, wenn die Sonne nicht mehr so selbstverständlich scheint, aber doch auch noch Kraft hat und man trotzdem schon die Kühle spürt. Dieses spezielle Licht und diesen Duft gibt es nur im Herbst. Es hat etwas, das die Kontraste verstärkt und ich nehme das irgendwie auch noch visuell wahr. So etwas, wo sich die Facetten von Licht und Dunklem perfekt ergänzen.
Irgendwie sehr reizvoll finde ich.
Wie gefällt euch denn der Herbst? Feiert ihr die Tag-und-Nacht-Gleiche? Ist ja schon eine Weile her. Jetzt kommt bald Halloween/Samhain. Macht ihr da was Besonderes? Ich selbst werde bestimmt wieder Tarot legen und vielleicht eine Kerze für die Ahn*innen anzünden oder etwas Gutes essen und mich schön anziehen, einfach um diese feierliche Zeit zu genießen und zu zelebrieren.
Ich wünsche mir ein bisschen Hilfe beim Newsletter.
Weil ich eigentlich dauernd Sachen finde, wo ich denke: Wow, wie toll! Das müsste ich den Leuten erzählen. Z.B. Artikel. Oder ich würde euch auch gerne von tollen Leuten erzählen, die ich so jeden Tag treffe. So weit bin ich zwar noch nicht, aber meine Entdeckungen könnten wir schon noch ein bisschen mehr rauskitzeln. Dann würdet ihr auch öfter eine Zusammenstellung bekommen. Es wäre also eine Win-win-Situation, also etwas, wovon alle Beteiligten was haben.
Hätte jemand von euch Lust und Kapazitäten? Es ging ez.B. darum, kleine inhaltliche Zusammenfassungen von Artikeln zu schreiben und mir den entsprechenden Link zukommen zu lassen, damit ich so was hier posten könnte. Natürlich würde ich das vorsortieren und aus meinen Newslettern rausziehen. Aber ihr könntet dann die Sachen übernehmen, bei denen es um die Details geht und worin ich nicht so gut bin. Klar freue ich mich auch über Anregungen, z.B. tolle Bücher, Gedichte, Artikel usw. Also, ihr könnt mir auch einfach erzählen, wenn ihr selbst was Spannendes entdeckt, das zu uns und unserem Newsletter passen würde. Darüber würde ich mich sehr freuen und das wäre bestimmt für alle, die hier mitlesen, interessant.
Dann würde der Newsletter auch deutlich vielfältiger werden, weil wir ja alle in unterschiedlichen Zusammenhängen unterwegs sind. Natürlich würde ich das noch sichten und entscheiden, ob ich es mit allen teilen möchte. Aber allein mehr Anregungen zu bekommen, wäre schon eine große Hilfe für mich.
Außerdem wollte ich auch noch was erklären, weil ich Hinweise bekommen habe, dass man einen Teil von einem früheren Newsletter vielleicht missverstehen könnte: Ich ignoriere weder die Krisennachrichten im Moment, noch, dass es auch Berührungen geben kann, die unangenehm sind.
Natürlich gibt es das alles und ich will es auch gar nicht kleinreden. Aber genau, weil ich das weiß und weil ich auch schon genug eigene Erfahrungen mit unangemessenen Berührungen gemacht habe oder solchen, die sogar schmerzhaft, übergriffig oder gewaltvoll sind, genieße ich die guten Nachrichten und die angenehmen, angemessenen Berührungen ganz besonders.
Das will ich fördern und da will ich meine Energie hingeben. Das brauche ich ganz dringend, um in meine eigene Kraft zu kommen. Nur so kann ich euch auch etwas davon vermitteln oder sogar abgeben. Vor ein paar Wochen hat eine Assistentin mir eine riesige Handplastik gezeigt, die es bei mir um die Ecke an einer Kreuzung gibt. Da liegt so eine schwarzte Hand auf einem Sockel und es sieht so aus, als würde sie den Sockel krallen. Irgendwer hat ihr die Fingernägel lila angemalt oder angesprüht und ich stelle mir vor, dass das echt nett aussieht. Die Finger der Hand sind so hoch und die Hand ist so groß, dass ich beide Arme hochrecken musste, um überhaupt an auch nur zwie Finger ranzukommen. Jetzt habt ihr vielleicht eine Vorstellung davon, wie groß das ganze Ding ist. Ich finde das toll.
Diese Hand gibt es schon seit den 70er Jahren und ich wohn hier jetzt schon 14 Jahre. Ganz oft muss ich schon daran vorbei gekommen sein, aber ich hab keine Ahnung davon gehabt, dass es die da gibt.
Ich hab dann mal Bekannte und Assistentinnen gefragt und die meinten: Ja, die kenn ich, hab ich schon gesehen. Aber niemand ist auf die Idee gekommen, mir davon zu erzählen. Tja, jetzt endlich weiß ich, dass sie da ist.
Und das ist ein bisschen symptomatisch für meine Recherche zum Tastsinn:
Es ist da und ich weiß nichts davon. Also, dieses Forschugnsfeld. Bzw. ich wusste lange nicht, dass es das gibt. Und das tolle ist: Dieses Institut in Leipzig ist weltweit einzigartig. Das gibt es nur dort. Aber eigentlich wollte ich erzählen, dass ich Menschen kenne, von deren Berührungen ich so leicht und warm innerlich werde, als würde ich auf einer Wiese in der Sonne liegen und als wäre da so ein leichter, kleiner Wind, der über mich drüberstreicht. So schön fühlt sich das an. Oder wenn ich einfach gerade mich an einem Ort oder mit einem Menschen wohl fühle, auch und wegen der Berührungen, die es zwischen uns gibt. Das möchte ich einfach genießen und so stehen lassen können. Und ich wünsche jedem Menschen solche Berührungen. Es muss sie gegeben haben, bei allen Menschen, v.a. am Anfang des Lebens, aber auch später, sonst wären wir überhaupt nicht lebensfähig. Das hat mir das, was ich jetzt gelesen habe in den letzten Wochen und was ich selbst immer wieder erlebe, ganz klar gezeigt.
Außerdem berühren wir doch sowieso ständig, ob nun uns selbst, unsere Umwelt oder einander. Ich finde, mit Berührungen kann so viel Gutes und Heilsames bewirkt werden. Wenn ihr mögt, dann beobachtet das doch einmal selbst bei euch oder in eurem Leben: Wann geht es euch so richtig gut? Wer ist dann dabei? Was macht ihr in solchen Momenten? Und dann überlegt, ob dabei gute Berührugnen eine Rolle spielen.
Bei mir ist das ganz eindeutig so.
Was findet ihr bei euch?
Ich hab auch wieder mehr Energie für kreative Sachen und immerhin vor einer Weile endlich mal wieder was geschrieben. Davon möchte ich noch nichts teilen, aber ich schicke euch weiter unten einen anderen Text, den ich von mir mag und der, wie ich finde, gut zu meiner jetzigen Stimmung passt. Ich bin gespannt, wie er euch gefällt.
Herzliche Grüße,
Katrin
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Aufgebrochen
Etwas das starr war ist aufgebrochen
wie eine Blüte aufbricht
wie ein Küken die Schale aufpickt
wie ein Vogelzug aufbricht
innerlich aufgebrochen
weich und warm und fließend geworden
wie ein Sonnenstrahl auf der Haut
wie eine warme Hand
die deine drückt und heimlich
ein Versprechen gibt
mit dir spricht
wir sind aufgebrochen
zu neuen Ufern
innerlich geschmolzen
wie Eis das zu Wasser wird
die harte Schale in der sich ein weicher Kern verbirgt
eine Muschel mit einer wunderschönen Perle
sie schließt einen Fremdkörper ein
und gebiert sie unter großen Schmerzen
wie die Wölfin ihr Junges trägt
und unter Schmerzen zur Welt bringt
nur wer durch den Schmerz geht
kann aufgebrochen werden
kann Tiefe gewinnen und Weisheit
kann menschlich werden und voller Mitgefühl
es braucht den Schmerz und die Freude
alle Gefühle auch Wut und Trauer
um mit anderen fühlen zu können
um Respekt und Annehmen geben zu können
um auch das kleinste Geschenk würdigen zu können
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