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Kraftrundbrief vom 6. Dezember 2021

Liebe Leute,

verzeiht, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Ich hoffe aber, in Zukunft etwas regelmäßiger schreiben zu können.

Ich hoffe, euch allen geht es gut und auch in eurem Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis ist alles in Ordnung.

Erst mal möchte ich die vielen neuen Leute begrüßen, die inzwischen mit an Bord gekommen sind. Wir haben inzwischen fast 30 Mitglieder und darüber freue ich mich sehr. Natürlich dürft ihr den Rundbrief/Newsletter auch immer gern weiterempfehlen. Ich brauche von neuen Interessierten lediglich eine Mailadresse, um sie in den Verteiler aufnehmen zu können.

Heute möchte ich euch ein bisschen von den Neuigkeiten bei mir erzählen, weil ich sie wirklich schön finde. Empfehlungen für Bücher, Gedichte u.ä. kommen dann wieder in den nächsten Briefen.

Also, los gehts:

Ich habe endlich wieder etwas mehr Energie, was mich erleichtert und das bewirkt, dass ich mehr Sachen machen kann. Ich habe z.B. vor ein paar Wochen mit Hilfe einer Assistentin angefangen, eine eigene Homepage zu gestalten. Das geht erstaunlich schnell voran, ich schreibe auch viel dafür und sammle Materialien zusammen, die es schon gibt. Allerdings ist das Thema Barrierefreiheit noch eine große Aufgabe, um die wir uns dringend kümmern wollen. Aber dafür bekommen wir zum Glück auch schon Hilfe und ich will noch Leute dazu befragen, die sie selbst brauchen oder bereits Erfahrung damit haben, um unser Wissen zu erweitern. Auf jeden Fall ein sehr spannendes Projekt.

Außerdem schreibe ich endlich wieder Gedichte sowie Kindergeschichten und habe auch in den letzten Monaten wunderbare Rückmeldungen dazu bekommen. Ich werde bald mal etwas davon hier einstellen. Eine Freundin drängt mich außerdem, aus einem der Gedichte, "Einzigartig", ein Kinderbilderbuch zu machen. Sie hat begonnen, mir ein anderes Kinderbuch zu beschreiben. Es heißt "So ist das Leben" und ist einfach großartig: Witzig, toll gezeichnet und wirklich klug geschrieben. Die Freundin hat mir auch die Bilder beschrieben, da sie ein wesentlicher Bestandteil des Buches sind und das war wirklich spannend für mich, weil ich sonst bei Büchern von Bildern immer nichts mitkriege, da der Screenreader sie nicht umsetzen kann. Auch andere Leute haben mir tolle Kinderbücher empfohlen und ich habe beschlossen, mit Sammeln anzufangen. Wenn ihr auch was wisst, was spannend sein könnte, sagt gerne Bescheid. Da ich viele Kinder in meinem Umfeld habe, freue ich mich über alles, was toll gestaltet ist. Vielleicht gibt es ja auch Bücher, wo man die Bilder fühlen kann oder sie dreidimensional sind. Kennt ihr da was? Das würde mich brennend interessieren. Was waren eure Lieblingsbücher in eurer Kindheit oder welche Bücher lieben eure Kinder? Erzählt mir gern mehr davon. Die Idee für mein eigenes Kinderbuch ist, es auch inklusiv zu gestalten, vielleicht zusammen mit einer Braillebibliothek. Bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Wir haben dazu auch noch ein Märchenprojekt entworfen, aber ich weiß noch nicht, ob und wenn ja wann ich das umsetzen möchte. Es ist mir noch ein bisschen zu groß. Aber trotzdem ist das Thema sehr interessant. Es geht um Märchen und Inklusion. Ich habe auch Lust, wieder mehr Märchen zu lesen, um meine persönliche Lieblingsmärchen-Sammlung erweitern zu können. Wenn ihr mir etwas jenseits von Grimm und Andersen empfehlen könnt, v.a. von Frauen oder divers/vielfältig, freue ich mich sehr darüber. Ich bin gespannt, was ihr mögt. Was sind denn eure Lieblingsmärchen?

Es gibt jetzt auch langsam konkrete Pläne, das Velomobil anzuschaffen. Für die, die das nicht kennen: Es ist ein E-Tandem mit Sessel vorne und Elektromotor, das ich wirklich inzwischen sehr gern benutze. Leider konnte ich es bisher immer nur alle paar Wochen/Monate ausleihen. Deshalb habe ich einen Antrag beim Sozialamt auf Kostenübernahme gestellt. Leider wurde sie erst mal abgelehnt. Die Begründung war wirklich frech und völlig unhaltbar, so dass wir in Widerspruch gegangen sind. Momentan warten wir auf Rückmeldung dafür. Falls der Widerspruch auch abgelehnt wird, gibt es noch ein paar andere Möglichkeiten, die ich jetzt mal ausloten möchte. Eigentlich hatte ich vor, das Rad bei einem Verleih in Berlin-Pankow zu übernehmen, aber das ist schon recht alt und meine Eltern haben jetzt noch eine bessere Möglichkeit in Steglitz im Südwesten der Stadt gefunden. Der Hauptvorteil wäre, dass das Rad dort neu wäre und man es auf die Größe eines "normalen" Rades zusammenschieben könnte. Dann wäre es leichter, es in meiner kleinen Wohnung unterzubringen, im Fahrstuhl nach draußen zu bringen und wir könnten es v.a. auf den Fahrradträger für das kleine Auto meiner Eltern laden, d.h. ich könnte endlich auch mal anderswo Strecken zum Radeln ausprobieren. Es gibt z.B. was Tolles um Potsdam rum, wo es auch Stationen zum Hören und Fühlen geben soll, das würde ich total gerne mal ausprobieren. Aber erst mal muss das Rad wirklich dauerhaft zu mir kommen. Im Moment hab ich das Velo hier, aber das Wetter ist leider nicht so toll und ich muss es Freitag schon zurückgeben. Echt schade. Aber es ist schon erstaunlich, dass ich Couchpotato überhaupt bei der Kälte die Füße vor die Tür kriege. ;) Das zeigt aber auch, wie gern ich mit diesem Rad unterwegs bin. Sogar in leichtem Regen zu fahren, macht mir nicht allzu viel aus. Nur wenn Schnee und Eis liegt oder es wirklich in Strömen gießt, finde ich es nicht mehr so schön und pausiere lieber. Bin gespannt, wie das weitergeht. Wenn ich es dauerhaft hier haben könnte, würde ich wirklich so viel wie möglich fahren, sofern ich Partnerinnen habe, di emit mir radeln, am liebsten jeden Tag.

Meinen Pflanzen geht es gut. Die Aloe Vera sind so groß geworden, dass ich sie von der Fensterbank nehmen und auf den Boden stellen musste. Wir planen, ihnen größere Töpfe zu geben. Eine Freundin hat mir ein paar Blätter von einer Zitrusgeranie gegeben. Der Geruch ist wirklich wunderbar, erfrischend und reinigend. Mein Lebensbäumchen auf dem Balkon hat sich richtig ausgebreitet und ist ein toller, kleiner Busch geworden. Auch mein Fikus-Busch hat über den Sommer tüchtig zugelegt und ist jetzt so groß, dass die Spitze schon bald an die Decke stößt. Da fehlt echt nicht mehr viel und ich komm da oben auch mit ausgestreckten Armen gar nicht mehr ran. Ich will noch ein bisschen Winterdeko da dran hängen und bin sehr stolz auf den kleinen Mini-Dschungel, der jetzt schon fast 13 Jahre bei mir lebt.

In den letzten Wochen hab ich auch einige schöne kleine Aufträge gehabt. Das Neueste ist ein Interview mit District, einer Berliner Orga, die mir schon mehrfach empfohlen wurde. Sie haben mich zu den Themen Krankheit, Diskriminierung und gesellschaftlichen Ausschlüssen befragt. Es gab eine Ausstellung, die leider schon vorbei ist und jetzt planen sie ein Magazin bzw. sogenanntes Zine, also ein frei herausgebrachtes Heft, in dem u.a. die Verschriftlichung veröffentlicht werden soll und vielleicht auch einige meiner kreativen Texte. Darüber freue ich mich sehr.

Die meisten der neuen Leute sind über einen Artikel in den Sichtweisen zu uns gestoßen. Sichtweisen ist eine Verbandszeitschrift vom DBSV - Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Ich habe ihn selbst geschrieben und anschließend mit der Redakteurin bearbeitet sowie gekürzt. Es gibt auch eine Podcast-Version davon. Leider finde ich den Link grade nicht, habe aber noch mal danach gefragt, damit ich ihn auch euch zur Verfügung stellen kann. Wenn ihr euch für die Textversion interessiert, sagt Bescheid und ich leite sie euch weiter. Auf jeden Fall freut es mich riesig, dass durch diesen Artikel so viele tolle neue Leute bei uns dazugekommen sind.

Außerdem habe ich ein großartiges Kostümprojekt begonnen. Das ist von einer professionellen Kostümschneiderin angeboten worden und hat das Thema "Anderssein feiern". Ist das nicht fantastisch?! Sie ist begeistert von meinen Texten und möchte bei ihrer geplanten Ausstellung auch einige davon zeigen. Wir wollen ein Foto als Kostüm umsetzen, das einen Teil der Kreidefelsen auf Rügen zeigt und zu dem ich auch schon Gedichte geschrieben habe. Ende Januar werde ich dazu tanzen und es wird ein professionelles Styling und Fotoshooting geben. Bin schon sehr gespannt darauf. Die Ausstellung mit den Kostümen und Fotos der anderen Teilnehmerinnen, von mir und mit meinen Texten soll im April um Ostern herum stattfinden, leider nur zwei Wochen lang in einer Berliner Galerie. Wenn ihr in der Stadt seid und euch dafür interessiert, kann ich euch gern Termin und Ort mitteilen. Auf jeden Fall ist es echt faszinierend, wie sich das Projekt über die Wochen ganz langsam entwickelt, was es für klasse Ideen gibt und wie ermutigend, bestärkend und empowernd das Ganze ist. Ich werde weiter berichten.

Was meine Gesundheit angeht, ist es grad nicht so prima, aber ich habe viel Unterstützung. Unter anderem eine tolle Körpertherapeutin, die mich wirklich wunderbar entspannen kann und eine andere, die sich darum kümmert, dass ich mich seelisch und spirituell besser mit mir und dme Universum verbunden fühle. Ich habe außerdem eine tolle Psychotherapeutin gefunden, die mich in der Probestunde wirklich begeistert hat. Sobald wir die Kostenübernahme geklärt haben, kann es losgehen. Ich bin echt gespannt und erleichtert, dass ich jemanden gefunden habe, die Verständnis für mich hat und kostruktiv sowie lösungsorientiert arbeitet. Auch meine Freundinnen geben mir viel Kraft und ermutigen mich immer wieder. Das tut mir unendlich gut.

So, jetzt wisst ihr das Neueste aus der letzten Zeit von mir. Natürlich interessieren mich auch eure Neuigkeiten brennend und wenn ihr mir davon berichten wollt, freu ich mich. Auch die Neuen hier würde ich sehr gern näher kennenlernen.

Ich wünsch euch eine tolle Zeit und hoffe, dass ihr gut auf euch aufpasst.

Herzliche Grüße,

Katrin

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